Drop everything and go to San Blas

Panama City –

Route Panama City San Blas Backpacking Backpacker TravelUm 04.30 lazert das Einhorn . Gnah… kaum zum schlafen gekommen. Wir packen unsere Sachen, welche zur Hälfte aus Nahrung bestehen und laufen hinauf zum Lounge des Hostels. Zwei Mädels, welche Volunteering in San Blas machen wollen, sind auch schon da. Kurz vor 5 stehen wir auf dem Balkon von Mamallena. Ein Taxi kommt, läd 4 Leute aus, die wohl auch zum Hostel wollen – ich winke, sie winken zurück. Die sind sicherlich genauso happy so früh wach zu sein. Not. Kurz darauf hält ein schwarzer SUV unten… Jap, unsere Mitfahrgelegenheit. Wir steigen ein, fahren noch ein Weilchen und halten am Hilton an. 2 Mädels laufen aus der Eingangstür, beide recht aufgestyled/ausgehfertig gekleidet und eine sogar bei der Temperatur mit ner Lederjacke an. Hmm – Wir sitzen schon im richtigen Wagen oder ? Keine Ahnung was ich von den beiden halten soll. In nächsten, nicht ganz so exklusiven Hotel steigt noch ein weiteres Pärchen ein, gefolgt von einem dritten bei einer Reiseagentur, an der wir etwas länger halten. Nach einer kurzen Weiterfahrt aus der Stadt raus (mit Blick geradeaus auf die nächtliche Skyline) machen wir noch einen Stop in einer Mall außerhalb für Proviantkauf, den dringend benötigten Kaffee und ne Pipipause.

Die weitere Strecke wirkt sehr monoton. Eine kerzengerade Straße, mit ab und an uns entgegenkommenden Chickenbussen… bis wir nach links auf eine Strasse in ein Waldstück abbiegen. „San Blas Hills“ ist ausgeschildet. Hills? Ja. Die Strecke Palenque – San Christobal in Mexico kann nicht annähernd gegen anstinken. Das hier ist ne Achterbahnfahrt. Kein Wunder, dass wir mit nem SUV abgeholt wurden. Zwischen den Waldstücken kommen wir immer wieder an Stellen, an denen man eine schöne Aussicht auf tiefergelegene Täler hat. Ca 20km später kommen wir an den Kontrollposten des Kunagebietes. 20 PAB (20.00 USD) werden hier fällig für die Einreise. Dann geht die Fahrt weiter zu den Docks im Golf von Kuna Yala.

San Blas –

Kuna Yala oder San Blas ist ein autonomes Gebiet der indigenen Bevölkerung der Kunas. Der Ausmaß der Fläche zieht sich vom Kuna Yala Golf rund 200 Kilometer bis zur kolumbianischen Grenze. Eine Kette aus etwa 365 Inseln befinden sich vor der Küste, wovon 36 bewohnt sind. Das das Land weder gekauft noch verpachtet werden darf, finden sich kaum touristische Einrichtungen auf den Inseln – erst recht keine Hotels oder Tauchbasen. Um dorthin zu gelangen kann man es wie wir machen und einen 3-Tages-Trip bei Mamallena buchen, oder diesen Trip auf weniger Tage einschränken. Auch kann man grob festlegen, welche Inseln man besuchen möchte, aber es besteht keine Pflicht, dass dies möglich ist. Die meisten Reisenden besuchen Kuna Yala mit den Boot von Kolumbien aus kommend – auch ist hier ein Segel-Trip möglich, was ein wenig mehr Organisation erfordert (laut unseren Infos sollte man bei jeder Insel die Erlaubnis des Inhabers einholen müssen, was sich während unserer Reise als Fehlinfo herrausstellte)

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Mit nem Boot gehts erstmal weiter auf die Hauptinsel der Kunas. Von Stand & Palmen ist hier nichts zu sehen. Wir legen an einem Steg an, welcher in eine größere, zweistöckige Hütte aus Bast mit zwei vornedran aus Holzbrettern gezimmerten Plumsklos mit den Schriftzug „SCHEISSHAUSS“ mündet. Right. Da die 2 Kunas, welche uns abgeholt haben, noch einige Besorgungen machen müssen, werden wir für 10-15min rausgelassen um uns umzuschauen. Irgendwie laufen wir zwischen den ganzen Basthütten einfach in eine Richtung – hier kann man sich sehr einfach verlaufen. Alles sieht gleich aus. Der Rest der Gruppe folgt uns brav – irgendwie kommt uns das ganze vor wie ein Schulklassenausflug: „Jeder nimmt seinen Partner an die Hand, dass niemand verlorengeht“ . À propos Schule: Genau in ein Schulhof laufen wir auch der Straße folgend hinein. Überall werden wir höflich begrüßt und grüßen ebenso freundlich zurück, aber ich fühle mich grad extrem fehl am Platz. Man kann durch die Schlitze der Bastwände der Hütten und durch die offenen Türen und Fenster überall reinschauen. Ohne die Zeit im Blick gehabt zu haben, waren wir losgelaufen – wir drehen also um. Wahrscheinlich wartet man schon auf uns – die Menschenmenge folgt. Ich hatte gehofft, ein Gespräch hier anfangen zu können, doch es bleibt nicht viel Zeit. Zurück an der zweistöckigen Hütte wird uns mitgeteilt, dass dies eigentlich „Catis Homestay“ wäre – nen Blick oben können wir werfen: Sieht aus wie ein Hostel mit viel Graffiti… in deutsch. Das erklärt auch das „SCHEISSHAUS“, hier kommen wohl auch viele Deutsche hin.

Panama San Blas Kuna Yala Isla Aroma Boat Backpacking Backpacker TravelUnsere Reise geht weiter zur Insel „Aroma“. Hier tut sich ein ganz anderes Bild auf: Wo auf der Hauptinsel von Kuna Yala keine einzige Palme Schatten gespendet hat, gibt es hier nichts anderes als Palmen und einige, 2-3m voneinander entfernte Hütten. Ich hatte ja schon gehört, dass die Kunas versuchen, ihr Gebiet sauberzuhalten, jedoch viel Müll angeschwemmt wird (und auf der Hauptinsel habe ich einiges am Steg rumschwimmen sehen) – aber das hier war schon fast übertrieben: Saubere Strände habe ich schon einige gesehen – die letzten bei Coiba & Zapatilla – aber… hier habe ich das wohl surrealste Bild vor Augen, als einer der Einwohner den Strand mit einem Rechen bearbeit.

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Zunächst unterschreiben wir im Gästebuch und bekommen unsere Hütte zugewiesen (Zelten kann man auch, doch wir hatten uns für eine Basthütte entschieden – sicher ein interessantes Schlaferlebnis). Wir laufen an einigen anderen Gästen vorbei, die in Hängematten liegen zu unserer Hütte und laden unsere Sachen ab – denn es soll gleich weitergehen. Die 2 Mädels vom Hilton haben die Hütte neben uns. Hmm, kein Schloss an unserer Hütte. Naja, okay, „Wer sollte schon etwas stehlen auf der Insel?“… oder so ähnlich. Ich wickle ein Stück Schnur um einen Nagel an der Tür und binde das ganze fest – So steht die Tür nicht komplett offen. Badesachen, Kamera mitnehmen und ganz wichtig: Wasser. Dann gehts Richtung Boot. Ein Blick auf die anderen Hütten: auch hier keine Schlösser. Ist wohl ok so.

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Mit dem Boot kommen wir auf der Isla de Perro an, von der das Pärchen in der Smoothiebar in El Valle berichtet hat. Kann auch verstehen warum: Es sieht recht cool aus hier: Zwei recht nah gelegene Inseln, man könnte problemlos rüberschwimmen. Einige geankerte Katamarans. Ein altes Dampfschiffwrack dazwischen… Aufgestellte Volleyballnetze und laufende Reaggemusik. Die Insel gegenüber scheint eine der „Wohninseln“ zu sein, auf der Besucher untergebracht werden. Wie es aussieht muss man hier Eintritt zahlen (3 PAB (3.00 USD) / Nase). Wir verbringen unsere Zeit hier damit, etwas Tortillas&Salsa zu essen, Abuelo Rum mit Cola zu trinken, relaxen und zu schnorcheln (Maske und Schnorchel haben wir mitgenommen, Flossen gibts leihweise). Während ich im Sand liege schießt ein Blackbird (im Vergleich zu Nordamerika haben die hier in Mittelamerika einen V-förmigen Schwanz) von einer Palme herrunter und versucht den grossen Beutel mit Fressalien zu stehlen. Der Beutel ist doch viel zu schwer, dämliches Vieh ! Irgendwie ist es angenehmer, den ganzen Tag Badezeug zu tragen.

Panama San Blas Kuna Yala Isla Perro Dog Island Steamboat Wreck Snorkeling Backpacking Backpacker TravelZur Mittagszeit geht es zur Insel „Chichime“, wo wir die 2 Volunteer-Mädels wiedersehen. Die waren wohl ne ganze Weile heute morgen dabei, Kokosnüsse zu raspeln für Coconut Rice. „Und wehe es schmeckt euch nicht!“ – Surprise! Ja, sie wohnen auch in Deutschland, sind aber Griechinnen. Das Mittagessen besteht aus Fisch, Coconut Rice, Salat und zum Nachtisch Früchte. Bier & Softdrinks gibt es für 1 PAB (1.00 USD). Ne Weile später kommt eine andere Gruppe, wohl von der Nachbarinsel zu Isla Perro in nem.. Partyboot an und kündigt sich durch Musik aus ner Boombox an. Die andere Gruppe bekommt nun auch etwas zu essen. Wir plauschen noch ein wenig mit den Neuankömmlingen, besonders nem gutgelaunten britischen Pärchen – unter anderem über die starke Sonneneinstrahlung und dass Verbrennungen dritten Grades behandlungsnötig seien (Ich habe mich auch wiedermal spärlich eingecremt – zum Glück sieht man dank der Bräune (Thank you Mittelmeerwurzeln!) den Sonnenbrand bei mir weniger). Nach dem Nachtisch und Rumgammeln am Strand und in Hängematten werden wir wieder (mit einem kurzen Stop auf einer Sandbank) zu Aroma geschippt.

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Jetzt kann ich an unserer Tür in Ruhe mal die Zettel lesen, die dort hängen*. Wir duschen und legen uns erstmal für ein Nickerchen hin – die starke Sonneneinstrahlung macht einen schon zu schaffen. Man fühlt sich weniger lange wach. Beim Eintragen in das Gästebuch hat man uns schon gesagt, dass wir zum essen gerufen werden. Ich bin halbwach, als wir eine art Posaune ( ? ) hören. Wie es aussieht, werden wir gleich Abendessen haben – Einer der Kunas läuft an den Hütten vorbei und bläst in eine Muschel. Wir rappeln uns auf und laufen zur großen Hütte am Bootsteg. Kaum an der Nachbarhütte vorbei, hört man es in den Palmen knacksen, rascheln und ein Palmenblatt fällt knappe 3m von uns entfernt zu Boden . Bin ich eigentlich versichert gegen „death by coconut“? Es gibt Spaghetti mit Würstchen. Komisch – ich hatte eher Fisch erwartet. Viel Fisch, mit Patacones oder so. Da Ena was glutenfreies braucht, bekommt sie gebratene Madura mit Salat. Hmm, hätt ich auch gern – während ich auf ihr essen schiele. Ein wenig reden wir noch mit den anderen Gästen, aber nicht zu lange, wir fühlen ziemlich alle, und es ist auch schon dunkel geworden. Vielleicht täusche ich mich, aber ich dachte, dass wir heute nochmal zur Kuna Hauptinsel fahren sollten… zum Abendessen? Vielleicht war das wohl morgen. Der Generator läuft, und wir laufen zu unserer Hütte. Zwischen Hütten und Palmen sind übrigens viele Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen gespannt, welche in Abständen eine Lampe haben. Ebenso in unserer Hütte. Ich mache einige Fotos vom Nachthimmel – Es gibt zwar hier fast absolut keine Lichtverschmutzung, aber es ist doch etwas bewölkt und Vollmond. In Kombination gibt das den recht merkwürdigen Effekt, dass man zwar einiges an Sternen sieht, aber das reflektierte Sonnenlicht das Foto taghell erscheinen lässt. Dann gehts ab ins Bett.

*Info:

  • Check-In: 9:00 am Check-Out 4:00 pm.
    (Da man generell überall hingebracht wird, ist das egal )
  • Passing through Nusagandi is allowed between 7:00 am and 5:00 pm.
    (Aroma hat also 2 Namen… und die Insel betreten darf man als nicht-Gast schon, nur nicht hier übernachten also)
  • No pets allowed.
  • No illegal drugs allowed in the hotel.
  • Do not litter.
  • Ask for permission before taking pictures of people. Respect local culture.
    (Hallo, common sense!)
  • If you listen to music, do it at a moderate volume.
  • No skinny-dipping on the beach.
    (Hihi )
  • The use of fishing nets, harpoon and diving tanks is not permitted.
  • Personal watercrafts that use a propulsion turbine are not allowed like Jet Skis, Wave Runners or Aqua Rays.
  • The eating schedule is as follows:
    Breakfast: 7:00 am – 10:00 am
    Lunch: 12:00 am – 3:00 am
    Dinner: 6:00 am – 9:00 am
  • Electricity is from 5:00 pm to 10:00 pm.
    (Der Generator läuft bei Nachteinbruch, bis zwischen 22:00 und 0:00 gibt es Licht)
  • Use Water wisely. Do not waste water.
  • Unregistered persons are not allowed in guest rooms.
  • Its forbidden to smoke in the room.
  • Do not throw paper inside the toilet.
  • Room keys must be handed in reception.Any damage caused in the room will be charged to your bill.

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Drop everything and go to San Blas

von Mario Lesedauer: 8 min
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