Hasta luego bocas!

Bocas del Toro –

Image5Ein kurzes Frühstück. Ich gehe unsere Wäsche abholen, während Verena ihre Sachen packt – hatte ja meine gestern noch zusammengesucht. An der Lavanderia angekommen, stehe ich vor einer geschlossenen Tür. Leider ohne Öffnungszeiten. Hmm, in 3h geht unser Flug, was nun? Zum Glück sind solche Situationen hier normal: Ich frage im Copyshop nebendran, wie man die Leute der Wäscherei erreichen kann – Die Copyshopangestellte hat auch den Schlüssel zur Wäscherei. Top! Nach etwas Suchem habe ich unsere Klamotten und ich muss die nächsten paar Tage nicht mit 2 dreckigen T-Shirts überstehen .

Die frische Wäsche teilen wir auf unser Gepäck auf und ich packe mein Daypack. Ich könnte schwören, ich hatte eine lose SD-Karte auf dem Küchentisch… eben genau die, welche ich vollgeknipst hatte. Alles wird nochmal ausgepackt, durchsucht… unter die Möbel geschaut. Scheisse verdammt. Die Fotos sind weg . Hab ich die Karte gestern bei Zapatilla oder Bibi’s verloren? Und ich hab vergessen, Kontaktdaten auf der Karte zu hinterlassen. Immerhin hab ich noch einige nicht-RAW Fotos auf dem Handy, welche ich importiert hatte für per Whatsapp schicken in die Heimat. Gescheit bearbeiten kann man die aber nicht. Wir verabschieden uns von Frieda und Jim, und er notiert sich nochmal meine Adresse, falls doch etwas im Appartement gefunden wird. Wenn auch nicht, bleibt die Erinnerung an den Trip .

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Der Flughafen ist zwar schon in Lauf-Reichweite, aber nach der Sucherei ist die Motivation auf nen Marsch nicht wirklich da – schon garnicht bei 38°C+ Mittagshitze. Wir winken das nächste Pickuptaxi herbei, werfen die Rucksäcke auf die Pritsche, und steigen ein. Fahrpreis unter 3 PAB (3.00 USD) – warum also nicht. Wir holen die Daypacks runter, ich helfe Ena in ihren Rucksack und… der Taxifahrer fährt weiter mit meinem Rucksack. MIT MEINEN RUCKSACK! Von sloth-like zu 100m-Sprinter in Sekunden (zweistellig): Hinterherrennen und Fuchteln also – zum Glück schaut er nach paar Metern in den Rückspiegel und hält an. So, das war der Morgensport für mich .

Die panamesischen Flugkontrollen scheinen sehr lasch zu sein hier. Statt die Gepäckstücke zu durchleuchten, wird von einem Sicherheitsmann kurz reingeschaut. Auch der Gang durch den Metalldetektor und das durchleuchten des Handgepäcks geschieht sehr fix. Normalerweise schlagen meine meisten Cargohosen dank viel Metallnieten an – Diesmal sollten sie erst recht, weil ich noch Kleingeld in den Taschen hatte… „Sind die Dinger überhaupt an?“ meint Ena. Tatsächlich hat der Detektor sich bisher nie gemeldet. Naja, wer will schon ne kleine Propellermaschine entführen?

Some say that Bocas is just for the party.
I say that Bocas is whatever you want it to be.
You can sleep in a hostel and party until dawn
or snooze on the beach with no one else around.
You can dine on sushi, Indian, fru fru steak,
organic veggie salads, tacos, local plates.
You can surf world-class waves
kayak or dive in coral caves.
Honeymooners relax on deserted bays,
surfers chase the epic waves
sailors seek a moment of rest
restauranteurs and hoteliers make their nest,
backpackers find their sleazy fun
illegal expats make their visa run.
In Bocas you can really have it all
so why not choose something that nurtures your soul?
Why not let it be more than a vacationer’s vice?
Why not let it be true paradise?

-by Camille Willemain

Panama City –

2016-04-13 12.24.21Der Flug nach Panama City von Bocas aus ist sehr sehenswert. Isla Colon, Carenero… die komplette unbewohnte Nordküste bekommt man zu sehen bis das Flugzeug über der Wolkendecke ist. Jedoch sind die meisten Passagiere recht angespannt – kleines Flugzeug = viele Turbulenzen. Doch die Aussicht bei der Landung auf den Dschungel im Osten und den Panamakanal entschädigt den holprigen Flug. Wir drehen eine Schleife und links bekommt man einen guten Blick auf die Zig Container, die ent- und beladen werden. Panamakanal sehen? Abgehakt (okay, wir waren uns eh nicht sicher, ob wir ihn explizit besichtigen wollten auf dem Trip ). Albrook ist nur paar Kilometer entfernt und wir setzen zur Landung an. Das Rumgeschütteltwerden wird schlimmer, und man kann die steigende Anspannung der Leute merken. Der Mann hinter mir hält inzwischen einen Selfie-Stick mit einer GoPro in den Flur und filmt die Landung. Kaum hat das Flugzeug aufgesetzt fliegt ihm schon die GoPro aus der Hand und quer durch das Flugzeug. Von weiter hinten scheint noch ein Handy zu kommen, welches der Flugbahn der GoPro folgt. Die Anspannung ist weg, die Leute lachen. „Die GoPro hat das Rennen gewonnen“ – liegt auch weiter vorn. Am Gate angekommen, beschnuppert ein Drogen/Sprengstoff-Spürhund nochmals das Gepäck, bevor wir es ausgehändigt bekommen. Ich glaube wirklich, dass niemand hier damit rechnet, dass jemand ein Flugzeug entführt. Schmuggel wohl eher…

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Mit nem Taxi gehts zum Hostel “Mamallena”. Wegen den Transfer nach San Blas erkundigen, Zeug ins Zimmer schmeissen, Duschen und – da man nur das Nötigste mitnehmen sollte – die Backpacks in die Abstellkammer für die 3 Tage einschließen und Wertsachen, welche man nicht mitnehmen will in nen Schließfach.

Wir nutzen den restlichen Tag und schauen uns die Altstadt (Casco Viejo) an. Vorbei am Presidentenpalast Richtung Basilika kommt uns im Gänsemarsch eine Tourigruppe entgegen. Das ist tatsächlich das erste mal in Panama, dass mir etwas touristisch erscheint (ok, abgesehen von Bocas – dort soll während dem argentinischen Spring Break die Hölle los sein). Wir hatten zwar schon gehört, dass die Gegend zwar recht malerisch sei, jedoch auch sehr heruntergekommen und nachts nicht die sicherste. Kann ich so nicht bestätigen – zwar täuscht manchmal eine schöne Aussenfassade und man erkennt durch Blick in den Eingang, dass dies ein halbverfallenes Gebäude ist, doch es sieht hier auch aus, als ob sehr viel Restaurationsarbeit betrieben wird – gerade auch in Bezug auf die Basilika “Santa Maria la Antigua”. Die Gebäude sind vergleichbar mit den Kolonialbauten in Havana… ein wenig besser erhalten jedoch, und meist nur zweistöckig. Wir drehen eine Runde über die “Paseo de Las Bóvedas” von der man eine schöne Aussicht auf die Skyline Panama Citys hat. Bei “Foreveryoghurt” machen wir eine Pause. Froyo & Süßkram galore! Ich übertreibe es… “ein wenig” (When i say “Dia” you say “-betes”! Dia-betes! Dia-betes!). Aber… das wars Wert (Außerdem steht draussen auf den Bechern, dass Vitamine, Calcium uvm. drin ist .) .

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Über die Avenida Central gelangen wir in die Fußgängerzone mit den zig Einkaufsläden. Kein annähender Vergleich zu europäischen Fußgängerzonen. Hier bekommt man wohl alles: Duzende Stände sind im Weg aufgebaut und lassen die Fußgängerzone wie einen langgezogenen Markt erscheinen – und obwohl es nicht gerade menschenleer aussieht, wirkt es doch nicht bedrückend. Am “Plaza 5 de Mayo” wechselt dann das Bild: Hier rollt eine Blechlawine auf und ab. Inzwischen wird es langsam dunkel und die Chickenbusse fangen an, die „Weihnachtsbeleuchtung“ einzuschalten. Da wir langsam Hunger auf was richtiges haben, aber auch früh im Bett sein müssen, nehmen wir uns ein Taxi zu Mamallena. An der nächsten, stärker befahrenen Straße kaufen wir uns Proviant für San Blas ein (Man sollte einiges an Wasser mitnehmen, da Getränke nur in Dosenform dort verkauft werden (für je 1 PAB (1.00 USD)) – und natürlich einige Snacks).

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Wir kaufen dort noch eine Weinflasche, bestellen beim Imbiss gegenüber mit Käse überbacke Pataconesburger (Glutenfrei) mit pulled Pork (gefühlt eine Tonne Fleisch) und Salat als Beilage und nehmen das ganze als Takeaway mit zu Mamallena auf die Terasse. Mit vollem Magen rollen wir ins Bett.

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Hasta luego bocas!

von Mario Lesedauer: 5 min
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