Santa Catalina

El Valle de Anton –

Der Space Unicorn-Weckton ist verlässlich. Wir packen unsere Sachen und verlassen leise das Hostel. Um 4:30 stehen wir am Strassenrand. Zwischen 4:30 und 4:50 fahren nur eine handvoll Autos an uns vorbei, wobei aus einem „Welcome to Panama!“ geschrieen wird. Nett – muss typisch so sein, dass man vom Hostel hier immer auf den Bus wartet! „Thank you!“ . Die Mädels im Auto müssen wohl aus der Disco die Strasse runter kommen. Wenig später sehen wir 2 Jungs, welche wohl auch von dort kommen. Sie begrüssen uns und fragen, worauf wir warten. Leider haben sie die schlechte Nachricht für uns, dass der Colletivo wahrscheinlich – da Sonntag ist – anders fährt. Wir sollten am besten mal zur Bushaltestelle laufen. Kaum machen wir uns auf den Weg, kommt schon der Bus um die Ecke gebogen. Glück gehabt! Wir winken ihn herbei und steigen ein.

Kreuzung zur Interamericana –

An der Kreuzung zur Interamericana steigen wir aus und zahlen je 1,5 PAB (1.50 USD). Haben wir den Bus nach Santiago verpasst dank Verspätung? Der Bus nach Penonomé kommt nach einiger Zeit. Sollen wir einsteigen? Liegt in unserer Richtung. Wir warten doch lieber auf den Bus nach Santiago, der auch ne Viertelstunde später kommt (6 PAB (6.00 USD) für die Fahrt).

Santiago –

Im Busterminal Santiago müssen wir nur in den hinteren Abschnitt um zum Colectivo nach Soná zu kommen, der dort schon steht. Auf dem Weg dorthin füllt sich der kleine Bus merklich. Obwohl ich angenommen hatte, dass der Colletivo an Leuten weiterfährt, wenn alle Sitze voll sind, wird weiter eingeladen. Optisch sieht die Landschaft hier fast wie afrikanische Steppe aus.

Soná –

Wir steigen am Busterminal Soná aus uns werden wie vorher in Santiago promt gefragt, wohin wir wollten – bevor wir uns umschauen können. Es sieht so aus, als ob ausländische Reisende selten sind, und wenig Interesse besteht, ihnen was zu verkaufen – eher einfach der Gedanke: „Du bist fremd hier, ich mache dir deine Zeit in meinem Land aber so angenehm und einfach wie möglich“. Man fühlt sich sehr willkommen . Der Colectivo nach Santa Catalina fährt ne gute Stunde später ab. Je weiter südlich wir kommen, desto grüner wird es. Mit im Bus sitzt auch ein Deutscher – Panama ist voll von deutschen Reisenden.

Santa Catalina –

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„Wow, wir sind echt schon da?“ – Es ist kurz nach 14:00. Wir steigen aus und nehmen unsere Sachen. „Wiedermal typisch deutsch…“, meint Verena. Fragender Blick von mir. „Dieses ‚Ich bin besser als du’… Der Typ eben im Bus hat geseufzt und mit seinen Augen gerollt, als du verwundert warst, dass wir da sind. Ist so was typisches, was ich nur von Deutschen kenne – Immer der Vergleich, wo man überall war, was man gemacht hat, wieviel toller man als der Rest ist“. Hmm. Fiel mir noch nie so recht auf, wobei sich ja jeder irgendwie von den Pauschal-Touristenmassen abheben will. Andererseits: Jeder, wie er gern Urlaub macht. Solange man nicht meine Reise torpediert. *Achselzuck*

Das Hotelzimmer im „Iguanita“ ist erst um 15:00 fertig, aber wir lassen unsere Sachen dort. Christine, die Inhaberin, eine ausgewanderte Französin, ist sehr locker drauf und versorgt uns mit einigen Infos zu Santa Catalina. Der Ort ist tatsächlich winzig und besteht aus 2 Teilen: Den Part mit den ganzen Einwohnern, Märkten, Tauchbasen… und den Part mit den Surfer-Unterkünften, verbunden mit einer ca. 1km langen Strasse dazwischen. Beide besitzen jedoch einen eigenen Strand. Dazwischen liegt „La Punta“, der „wirkliche“ Surferstrand. Von ihr bekommen wir auch die Info, dass es in Santa Catalina kein ATM gibt. Entweder mit Kreditkarte zahlen wo es möglich ist, oder am Supermarkt Geld gegen Gebühr von der Kreditkarte holen. Wird irgendwie. Am Kühlschrank der Hotelbar sehen wir, dass Shuttles angeboten werden nach Boquete – preislich wohl doppelt so teuer (35 PAB (35.00 USD)) wie mit Colectivos, aber von der Strecke her würden wir nicht den ganzen Tag für die Fahrt brauchen. Wir packen erstmal unsere Badesachen und dann ab zum Strand (5 Gehminuten). Unterwegs sehen wir 4 Tauchbasen. Es ist gerade Flut. Die Sachen lassen wir im Schatten von einigen Palmen und tänzeln über den schwarzen, glitzernden Sand ins Meer *heissheissheiss*. Wow. Ich hätte jetzt echt einige Grad Temperaturunterschied erwartet. Das ist mit Abstand die wärmste Wassertemperatur, die ich erlebt habe. Badewanne. Wir machen Halt an der ersten Tauchbasis (Scuba Coiba) und fragen nach den morgigen Plänen. Tanea, das Mädel im Büro ist – inzwischen nicht mehr überraschend – auch deutsch. Wir buchen einfach einen 3 Tauchgänge Day-Trip nach Coiba dort, zahlen die Nationalparkgebühren (20 PAB (20.00 USD)) im Voraus und laufen zum Hotel zurück. Eine sehr nötige Dusche und ein Powernap später laufen wir nochmals runter zum Strand und gehen im Restaurant neben dem Divecenter essen. Spicy Chicken mit Patacones und Salat. Dazu einen frischen Ananassaft .

Der Plan ist ursprünglich, eine Nacht in Santa Catalina zu übernachten und zusammen mit einem Tauch-Tagestrip auf Coiba zu schlafen. Da dies nicht angeboten wird, benötigen wir also noch eine zusätzliche Nacht im Hotel. Da jedoch alle Zimmer belegt sind, werden wir ins „Santa Catalina Inn“ umquatiert, das eine Freundin von Christine managed (aber selbst dort Gast ist). Das Hotel ist in keinem Booking-Portal gelistet und hat entsprechend auch kaum Gäste.

Da der Himmel hier sternenklar ist und wir Neumond haben, kann ich es nicht lassen und laufe nochmal zum Strand.*

*Zwar werden die Fotos was, aber im Laufe der nächsten Tage verliere ich meine SD-Karte mit den RAW-Dateien irgendwo (Zapatilla?) .

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Santa Catalina

von Mario Lesedauer: 4 min
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